Home   Profil   Produkte   Leistung   Service   Anfrage   Jobs   Sitemap  
 
 
"Millionenschwere" Anlage geht in Betrieb  
Regionale Rundschau
Tageszeitung f?r Stuhr, Weyhe und Bassum vom 17.07.1992

In Kastendiek wird demn?chst Bauschutt sortiert
Bassum-Kastendiek (ujo). In Bassum-Kastendiek entsteht zur Zeit eine hochmoderne Bauschuttsortieranlage. Sie soll bereits im kommenden Monat ihre Arbeit aufnehmen. Dann werden rund 70000 Tonnen Bauschutt aus dem Landkreis Diepholz der Stadt Delmenhorst und Bremen j?hrlich ?ber die B?nder laufen. Mit Maschinen und per Hand werden beispielsweise Metalle, Holz und Styropor von Steinen und Beton getrennt. Der Gro?teil des Abfalls wird recycelt. Bauherr ist das Unternehmen M+S Transporte GmbH und Co. KG mit Sitz in Stuhr. Betreiber der "millionenschwere" Anlage wird die GAR, Gesellschaft f?r Abfall und Recycling mbH sein, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von MundS. Die beiden Gesch?ftsf?hrer Bernd Meyer und Heinz Schreiber rechnen damit, dass ihnen j?hrlich rund 40000 Tonnen Bauschutt aus dem Landkreis Diepholz und jeweils 15 000 aus Bremen und Delmenhorst zur Weiterverarbeitung angeliefert werden. Bevor der Bauschutt allerdings in der rund 2000 Quadratmeter gro?en Halle landet und dort per Bagger vorsortiert wird, werden die Ladungen gewogen und von Mitarbeitern der GAR und der Kreisabfallwirtschaft mit Hilfe einer Kamera, die ?ber der Wiegestelle h?ngt,kontrolliert. Denn in die Anlage d?rfen nur solche Dinge, die auch wirklich zu Bauschutt geh?ren. Ein Farbeimer beispielsweise, wird schon zu Beanstandungen f?hren. "Der geh?rt zu Sonderm?ll", sagt Bernd Meyer. Der Bauschutt flie?t auf B?ndern durch die Sortieranlage. In einem ersten Schritt werden gro?e und kleine Teile voneinander getrennt. In nachfolgenden Schritten erfolgt die Sortierung nach Materialart, bei den Kleinteilen ausschlie?lich maschinell, bei den Gro?teilen maschinell und per Hand. Am Ende der Prozedur fallen Metalle, Kunststoffe, Glas, Holz und Papier in die daf?r vorgesehenen Container. Zur?ck bleiben Steine, M?rtel, Beton und Erde. Rund 70 Prozent des Bauschutts werden Meyer zufolge recycelt. Absprachen mit entsprechenden Firmen l?gen vor, sagt er. "Die restlichen 30 Prozent werden an den Anlieferer zur?ckgegeben". Steine und Beton bilden den gr??ten Teil des Bauschutts. Dieses Material wird auf eine bestimmte K?rnung gebrochen, und es dient dann als Unterbau f?r Stra?en. Laut Meyer werden j?hrlich rund 30 000 Tonnen Granulat das Werk in Kastendiek verlassen. "Diese Mengen m?ssten sonst aus den Steinbr?chen im Weserbergland geholt werden", sagt der M+S-Vertreter. In dem neuen Kastendieker Werk entstehen rund 20 Arbeitspl?tze, und zwar sowohl f?r M?nner als auch f?r Frauen. In einem separaten Geb?ude sind Toiletten, Sozialr?ume und ein Tagungsraum untergebracht. Das Werk, das von Klaus Neumeister geleitet wird, erwartet n?mlich auch Besuchergruppen die sich ?ber Abfallsortierung informieren wollen. Denn immerhin findet laut Meyer die Kastendieker und von M+S entwickelte Anlage seinesgleichen in Deutschland nicht noch einmal.

Der Ausschuss f?r Abfall- und Energie-
wirtschaft des Kreistages sah jetzt in
Kastendiek, wie aus Bauabf?llen nach
Sortieren und Zerkleinern Recycling-
Material f?r den Stra?enunterbau wird.
Foto: Grabosch



   
virthosCMS